Weshalb Lightroom?

Weshalb Lightroom?

LightroomCoach - Bilder bearbeiten mit Lightroom - Druckmodul

 

Die kurze Antwort

Weil Lightroom ein Programm ist, das nahezu alles bietet, was man als Fotograf für die Bildarchivierung, die Bildbearbeitung und die Aus- und Weitergabe von Bildern benötigt.
Weil es logisch aufgebaut ist und dank seines intelligenten Konzepts und cleverer Werkzeuge einen sehr effizienten Workflow ermöglicht.
Weil es nicht-destruktiv arbeitet, also die Originaldateien nicht antastet.
Weil es zur Zeit das ausgereifteste Programm seiner Art ist.
Weil es einen moderaten Preis hat.
Weil es (meistens) Spaß macht. 

 

Die lange Version

Programme zur Bildbearbeitung gibt es viele, brauchbare schon deutlich weniger. Sollen diese über eine integrierte Bildverwaltung verfügen und RAW-Dateien nicht nur anzeigen, sondern wirklich komfortabel bearbeiten können, wird die Luft sehr dünn.

Adobe brachte Lightroom 2007 heraus, eineinhalb Jahre nach Apples mittlerweile eingestelltem Aperture. Aperture war das erste einer neuen Generation von Programmen, deren Ziel es ist, den gesamten Foto-Workflow unter einer Oberfläche zu vereinen; gewissermaßen die späte Antwort der Softwareindustrie auf die Digitalisierung der Fotografie.

Um es kurz zu machen, Adobe machte von Anfang an fast alles besser als die Konkurrenz. Der übersichtliche modulare Aufbau, der sich an den Arbeitsabläufen im klassischen Fotolabor orientiert, war der eigentlich Apple-untypischen Umständlichkeit von Aperture deutlich überlegen. Der anfangs noch geringe Funktionsumfang wuchs von Version zu Version, die Anzahl unterstützter RAW-Formate ebenfalls.

Der weitaus größte Teil der Bildbearbeitung ist in Lightroom deutlich schneller und leichter zu erledigen als in klassischen Programmen – inklusive Verwaltungsaufgaben wie Umbenennung, Verschlagwortung und dergleichen mehr. Zwar reichen die Werkzeuge von Adobe Photoshop Lightroom – so der volle und etwas verwirrende Name – nicht aus, wenn es um komplizierte Präzisionsretuschen oder Photocomposings geht, das ist auch nicht die Zielstellung. Aber die Zusammenarbeit mit dafür geeigneteren Bildbearbeitungsprogrammen (es muss nicht Photoshop sein) ist angenehm pragmatisch gelöst.

Sicher, es gibt Haken und Ösen und natürlich auch Programme, die Lightroom in der einen oder anderen Disziplin eine Länge voraus sind, aber keines, das eine so runde Gesamtleistung bei einem derart schlüssigen Konzept liefert. Was wiederum schade ist, denn eine ernstzunehmende Konkurrenz wäre für die Weiterentwicklung von Lightroom zweifellos von Vorteil.

Nicht unerwähnt bleiben darf, dass Lightroom eines der letzten Adobe-Progamme ist, die es nicht nur als Miet-, sondern auch als Kaufversion gibt. Möglicherweise ist das ein Zugeständnis an die große, eher konservative Fraktion der Handwerksfotografen, die zu Adobes treuestem Kundenstamm gehört. Wie lange das noch so bleiben wird, ist ungewiss. Der Druck in Richtung Abo wächst massiv und die programmimmanenten Überredungsversuche zur Cloudnutzung sind ebenfalls häufiger geworden. Die schöne neue Abo-Welt wird also auch hier nicht mehr lang auf sich warten lassen.

 

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