Bücher – zum Verschenken und/oder Behalten

Bücher – zum Verschenken und/oder Behalten

Bücher – zum Verschenken und/oder Behalten

Fotobücher gibt es viele. Vermutlich zu viele, aber das ist ein anderes Thema. Hier und demnächst in loser Folge einige, an denen ich nicht vorbeikomme.

Maria Sewcz legte ihr Portfolio inter esse 1987 als Diplomarbeit an der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst vor. Es hat mich damals ziemlich umgetrieben, ähnlich wie die zeitgleiche Arbeit von Michael Scheffer. 2014 nun das Buch bei Steidl (mit einem Text von Inka Schube, die inter esse 2008/09 im Rahmen einer Einzelausstellung im Sprengel Museum ausstellte und Herausgeberin des Buches ist). Das ist verdammt spät, aber nie zu spät für die großartige Bildfolge aus dem damaligen Berlin (Ost), die weniger diese Stadt als vielmehr einen Zustand thematisiert. Die Wucht der Bilder lässt mich auch heute noch nicht kalt. Sabine Vogel schrieb in der Berliner Zeitung:

Ihr „inter esse“ ist ein Zustand des „in der Welt Seins“, zwischen den Orten, Dingen und Zeiten, auf der Demarkationslinie zwischen Innen und Außen, privatem und öffentlichem Raum. In diesem Dazwischen herrscht eine frostig-analytische Hochspannung, in der alle Sicherheit, jede Verlässlichkeit eines festen Standpunktes vernichtet ist. […] So illusionslos hat niemand Ostberlin „abgelichtet“, so kompromisslos diese Generation porträtiert, der „im Warten die Zukunft abhanden“ gekommen ist.

Eine kleine Ausstellung zum Buch gibt es bei 25books. Hingehen, ansehen! Und falls es interessiert, es sind Vintageprints.